Dattelner Morgenpost - Tier des Monats - Eine Prinzessin auf vier Pfoten

Chica braucht viele Schmuse-Einheiten / Kastrationsaktion läuft gut

DATTELN. Völlig abgemagert war Chica, als sie im Oktober im Neubaugebiet Schacht V von den Dattelner Tierschützern gefunden wurde. Die Katzendame war krank, von Parasiten befallen. Jetzt geht es ihr wieder gut und der Tierschutzverein sucht für sie ein neues Zuhause.

 

„Chica braucht viel menschlichen Kontakt, sie ist sehr lieb und verschmust“, sagt Birgit Blaschke, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Sie ist sicher, dass die circa vierjährige, ruhige Katze vorher mit Menschen zusammengelebt hat. Denn Menschen ist Chica sehr zugewandt, mit Artgenossen hingegen tut sich die schwarz-weiße Katze schwer.

Deshalb suchen die Tierschützer eine Familie, die Zeit für eine verschmuste Katze hat. „Chica ist eine richtige Prinzessin, die nur als Einzeltier in ihrem neuen Zuhause leben sollte“, so Birgit Blaschke. Und die Katze sollte nur in der Wohnung gehalten werden, ein gesicherter Balkon als kleiner Auslauf wäre optimal. Chica ist aber nicht der einzige Stubentiger, der zu vermitteln ist. Insgesamt zehn Katzen betreuen die Tierschützer zurzeit.

Die im Herbst vom Stadtrat beschlossene Kastrationspflicht für freilaufende Katzen zeige erste Erfolge, sagt Birgit Blaschke. Schon in den ersten Tagen des neuen Jahres haben die Tierschützer neun Katzen kastrieren lassen. „Wir helfen gern allen Bürgern, die wild lebende Katzen füttern“, so die Vereinsvorsitzende. Denn auch wer sich um freilaufende Katzen kümmert, ist in der Pflicht. Die Tierschützer helfen den Betroffenen, indem sie zum Beispiel Fallen zur Verfügung stellen. Und wer finanziell nicht in der Lage ist, die Kosten für den tierärztlichen Eingriff zu zahlen, kann auch auf Hilfe vom Verein zählen.

Die Tierschützer hoffen, dass durch diese Aktion die Flut von Babykatzen, die in den vergangenen Jahren immer wieder für Probleme sorgte, eingedämmt wird.

Lieb und verschmust: Katze Chica ist sehr auf Menschen bezogen, mit Artgenossen tut sie sich schwer. —Foto: kalthoff
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